Sport im Heer und ÖHSV (2000-2004)

Aufgrund der Umstrukturierung der HSNS in das Heeres-Sportzentrum (HSZ) im Jahr 1999 gab es damals kaum Möglichkeiten, einen adäquaten Arbeitsplatz zu besetzen, so dass noch der Weg  in die berufliche Weiterbildung zielführend war. In diesem Zusammenhang wollte ich die berufliche Bildung nutzen, um in Krems den Universitätslehrgang (MAS) „Bibliotheks- und  Informationsmanagement“ absolvieren. Doch, wie so oft im Leben, kam es ganz anders … 

 

Von 2. Jänner 2000 bis Ende November 2002 wurde ich zum selbständigen Referat „SPORT im HEER“ (SiH) dienstzugeteilt. Diese Zeit kann nicht nur als zweite interessante Phase bezeichnet werden, sondern war aus heutiger Sicht mit den neuen Themenbereichen und Aufgaben des Sports - Sportpolitik, Vereinssport sowie Sport und Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Medien und Veranstaltungen) - grundlegend für meine zukünftige Arbeit. 

 

POSITIV: 
Die Dienstzuteilung zu SiH brachte ab Juni 2002 beruflich nicht nur die dienstliche Verwendung (Zeitsoldat, MZ) als „Referent Sportförderung und Öffentlichkeitsarbeit“ im BMLV sowie „Generalsekretär des Österreichischen Heeressportverbandes (ÖHSV)“, sondern auch die dienstliche und freundschaftliche Bekanntschaft mit Mag. Matthias Bogner sowie RegR ADir Kurt Ahammer. Als erster wirklicher Höhepunkt kann die Militär-Weltmeisterschaft des Internationalen Militärsportverbandes (CISM) im Frühjahr 2000 in Saalfelden, Leogang und Hochfilzen gesehen werden. Erste Kontakte im Bereich Öffentlichkeitsarbeit waren die Folge. 

 

Mit Kurt Ahammer (†) hatte ich es im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Aufgaben des Heeressportverbandes mit einem erfahrenen und ehrgeizigen Vorgesetzten zu tun. Haben doch bekannte Namen des österreichischen Sportjournalismus wie Wolfgang Winheim (Kurier), Hubert Rieger (ehem. Sportchef der APA), Peter Linden, Christian Polak (beide Kronen Zeitung), Walter Unterweger (Österreich), Michi Kasper und Adi Niederkorn (beide Ö3 Sport), den militärischen Dienst im Sportreferat abgeleistet. Im Mittelpunkt stand nicht nur die Einarbeitung in die Leitung des Verbandssekretariats des ÖHSV, sondern auch die laufende Übernahme von öffentlichkeitswirksamen Agenden wie Pressearbeit, Pressekonferenzen, Sportlerehrungen, Verbandstagen, der Gestaltung der Zeitschrift, der Homepage und des Verbandskalenders HEERESSPORT. In die damalige Zeit fiel ebenso die Aufnahme in SportsMediaAustria, der Vereinigung der Sportjournalisten Österreichs (mit Präsident Michael Kuhn und Generalsekretär Jo Langer), sowie in das „legendäre“ Fußball-TEAM der Sportjournalisten von Prof. Hans Hofstätter (†). 

 

Das Referat SiH wurde von Mag. Matthias Bogner geleitet, der es wie kein anderer konzeptionell verstand, die Agenden Leistungssport (BSO und CISM), die Körperausbildung, den Heeres-Sportwissenschaftlichen Dienst (HSWD) sowie die Sportförderung durch den Österreichischen Heeressportverband (ÖHSV), gemeinsam mit dem Heeres-Sportzentrum (HSZ), für das Ressort Landesverteidigung politisch und strukturell in der österreichischen Sportlandschaft positiv und  wirksam zu positionieren. 

 

NEGATIV: 
Auch hier wurde ein Versprechen, diesmal vom BMLV und Vorstand des ÖHSV (Generalstabschef, Sektionsleiter, Referenten des Ressort BMLV,…) nicht gehalten. Leider wurde dieses Sportreferat im Zuge der Umstrukturierung des Ressort Landesverteidigung nach fast 50 Jahren des Bestehens mit Ende November 2002 aufgelöst und die Agenden sowie Referenten konzeptlos „umstrukturiert“. Für das Versprechen einen APL im Ressort BMLV zu besetzen, musste ich auf meine berufliche Bildung verzichten, ebenfalls beendete ich im Sinne der umfangreichen Arbeit meine Karriere im Fußball. Hier zeigt sich wiederum, dass immer wieder Leute, die von Steuergeld leben, unverantwortlich mit Menschen spielen. Auch das Tragen einer Uniform bedingt nicht Handschlagqualität, Verlässlichkeit und Stil.

Zurück im HSZ bemühte ich mich im Jahr 2003 die dienstlichen Inhalte der Sportförderung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Aufgaben des Heeressportverbandes optimal zu erfüllen, bis im Laufe des Jahres eine neue Aufgabe auf mich zukam. 

 

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