Wissenswertes

Sportberichte in der Zweiten Republik

Eine bedeutende Quelle der österreichischen Sportpolitik und Sportförderung sind die Sportberichte der 2. Republik. Im Zeitraum von 1980 bis 2006 sind in Summe 20 Sportberichte erschienen.

Wie kam es dazu?

 

So heißt es im Stenographisches Protokoll, 145. Sitzung des Nationalrates der Repuhlik Österreich, XIII. Gesetzgebungsperiode am Donnerstag, 15. und Freitag, 16. Mai 1975, S. 8 von 139)... MEHR

Buchtipp

Dürr, Johannes; Prinz, Martin (2019). Der Weg zurück
Eine Sporterzählung
. Berlin: Insel-Verlag, 350 S.

 

Olympische Winterspiele 2014. Die Nacht vor dem 50-Kilometer-Rennen der Skilangläufer. Kurz vor Mitternacht wird Johannes Dürr mit einer positiven Dopingprobe konfrontiert. Er galt als Anwärter auf eine Medaille. Der Internationale Skiverband sperrte ihn für zwei Jahre, Johannes Dürr wurde strafrechtlich verfolgt, zahlte alle Preisgelder zurück, sein Familienleben zerbrach und der Österreichische Skiverband schloss ihn lebenslang aus.

Seit über vier Jahren sind der Schriftsteller Martin Prinz und der Hochleistungssportler Johannes Dürr gemeinsam unterwegs. Das Ziel: Johannes Dürrs Rückkehr in den Spitzensport. Sie trainierten miteinander, schrieben gemeinsam von den hellen wie dunklen Seiten des Leistungssports und begaben sich beim Versuch, die Rückkehr zur Weltspitze zu schaffen, in ein jahrelanges Abenteuer zwischen Utopie und Wirklichkeit.

Welches Ende Der Weg zurück nehmen würde, war lange Zeit völlig offen. Damit er erfolgreich enden konnte, gründete diese Paarung aus Hochleistungssportler und Schriftsteller im Frühjahr 2018 ein eigenes, unabhängiges Team. Das Budget stellten sie mit einer Crowdfunding-Kampagne auf die Beine – mit dem Ziel eines Starts von Johannes Dürr als Berufstätigem ohne Verbandsunterstützung bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld. Fall und Aufstieg: Die Erzählung eines gelebten Traumes.

Die Geschichte aus der Welt des Hochleistungssports erzählt von den Mechanismen und Motoren unserer Hochleistungsgesellschaft: von Sehnsucht und Depression, von Lust, Getriebenheit, von öffentlichen Rollenbildern, Projektionen, von Sportpolitik, Medien, Heldengläubigkeit und blinder Empörung. Es ist eine Fallgeschichte der Gegenwart selbst.

 

Rezension
"Der Weg zurück schlüsselt die vielen Stationen des Athleten von Sotschi bis Seefeld minutiös auf: eine Sport-Erzählung, die Blicke hinter die aufgekratzten 'Doping! Doping!'-Schlagzeilen von 2014 wirft ... "
Wolfgang Paterno; Stephan Wabl, profil, Wien 20.01.2019

 

Portrait

Johannes Dürr, geboren 1987, aufgewachsen mit sieben Geschwistern in Göstling an der Ybbs (Niederösterreich). Erster Skilanglaufwettkampf im Februar 2000 bei den Niederösterreichischen Meisterschaften; seit dem Abitur 2006 als Profisportler beim österreichischen Bundesheer. Bei den olympischen Spielen in Sotschi 2014 wurde Dürr positiv auf EPO getestet, daraufhin von den Olympischen Spielen ausgeschlossen und bekam eine zweijährige Dopingsperre. Seit 2014 ist er hauptberuflich als Zollbeamter beschäftigt, mittlerweile zum selbständigen Betriebsprüfer ausgebildet und arbeitet als Co-Autor mit Martin Prinz an dem Langzeitprojekt Der Weg zurück.

Martin Prinz,geboren 1973, aufgewachsen in Lilienfeld (Niederösterreich), studierte Theaterwissenschaft und Germanistik und lebt als Schriftsteller in Wien. Seit 2014 arbeitet er als Co-Autor mit Johannes Dürr an dem Langzeitprojekt »Der Weg zurück«.

 

Quelle: thalia.at (Artikeldetail)