Literaturtipps 2017

Arbeiterbund für Sport und Körperkultur in Österreich (Hg.). Sport für uns alle : 125 Jahre Arbeitersport in Österreich. Wien : echomedia Buchverlag, 351 S.

 

Der Jubiläumsband ist ein sporthistorisches Werk mit vielen interessanten Geschichten und Storys rund um die Entwicklung und Vernetzung des Arbeitersports als Basis des modernen Breitensport in Österreich.
Der österreichische Arbeitersport - bestehend aus der ASKÖ, den Naturfreunden, dem ARBÖ, dem ASKÖ-Flugsport und dem Verband der Arbeiterfischer – feiert 2017 den 125. Geburtstag und ist damit die älteste Sportbewegung. Vor 1892 war einfachen ArbeitnehmerInnen eine organisierte Sportausübung aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen verwehrt. Mit der Gründung von Arbeitersportvereinen begann der erfolgreiche Weg für den Breiten- und Amateursport, der vorerst aber nur der Arbeiterklasse vorbehalten war. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die Öffnung zu einer gesellschaftlich Sportbewegung, in der Breiten- wie Spitzensport heute gleichberechtigt nebeneinander stehen. In den mittlerweile über 4000 Vereinen finden alle Altersgruppen an die 100 Sportarten sowie vielfältigste Aktivitäten in der Fitness- und Gesundheitsförderung vor. Auch nach 125 Jahren ist die Begeisterung für Neues und Innovatives nicht verloren gegangen, das Ziel heißt wie zu Beginn: Sport für uns alle!

Mosebach, Uwe (2017). Sportgeschichte: von den Anfängen bis in die moderne Zeit. Aachen, Wien: Meyer & Meyer Verlag, 637 S.

 

Der Sport hat zweifelsohne Höhen und Tiefen erlebt. Umso interessanter ist es daher, dem historischen Bogen, der von der Antike über viele Jahrhunderte bis in unsere moderne Zeit reicht, zu folgen. Im Mittelpunkt dieses chronologisch angelegten Überblickwerks steht die Entwicklung des Sport und der olympischen Spiele. Nach einer kurzen Einführung zur jeweiligen allgemeinen, historischen Situation werden insbesondere das Mittelalter mit seiner Turnierkultur, die Problematik „Frauen im Sport“ und der Missbrauch des Sports für politische Interessen erörtert. Unabhängig von der stetig wachsenden Professionalität bei den kulturell bedeutsamen olympischen Sommerund Winterspielen widmet sich dieses Buch auch den neuen Trends und dem Phänomen des Risikos, dem sich viele Extremsportler auf der Suche nach Grenzerfahrungen aussetzen.

Bernett, Hajo (2017). Sport und Schulsport in der NS-Diktatur. Paderborn : Ferdinand Schöningh, 417 S.

 

Hajo Bernett gilt als Begründer der deutschen Zeitgeschichte des Sports. Ausgelöst durch seine Pionierarbeiten gilt das Kapitel des NS-Sports inzwischen als das am gründlichsten erforschte Kapitel der deutschen Sportgeschichte. Seine zahlreichen Aufsätze erschienen jedoch zumeist verstreut in deutschen, österreichischen und englischen sportwissenschaftlichen Zeitschriften und Verlagen, die von der pädagogischen und historischen Forschung nicht oder nur unzureichend wahrgenommen wurden. Mit der gesammelten Herausgabe seiner wichtigsten Aufsätze zur nationalsozialistischen Sportgeschichte sollen seine ertragreichen sporthistorischen Studien einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.