Literaturtipps 2016

Arthofer, Tamara (2016). Sport Macht Geld. Wien: Edition Steinbauer (Erscheinungstermin am 01.12.2016)

 

Regelmäßig lesen und hören wir in den Medien von Rekordsummen, die im internationalen Fußball und in den großen US-Sportligen gezahlt werden, von explodierenden Kosten für sportliche Großveranstaltungen wie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele – doch wie sind die Zusammenhänge zwischen Geld und globalem Sport tatsächlich beschaffen? Welchen wirtschaftlichen Wert haben etwa auch Wintersport-Ereignisse in Österreich, deren Protagonisten hierzulande heldenhafte Verehrung und bis weit über ihr Karriereende hinaus die Gunst von Sponsoren genießen?
Die Autorin, Journalistin bei der „Wiener Zeitung“, geht diesen Spuren nach, beschreibt, welche Summen in den unterschiedlichsten Sportarten fließen, klärt, wer die großen Abkassierer im internationalen Sportgeschehen sind, und zeigt die Verbindungen zu vor- und nachgelagerten Branchen wie etwa dem Wettgeschäft und der Sportartikelindustrie auf.

Lichtblau, Albert;  Praher, Andreas; Muckenhumer, Christian; Schwarzbauer, Robert; Göllner, Siegfried (2016, Hrsg.). Zwischen Provinz und Metropole. Fußball in Österreich. Beiträge zur 1. Salzburger Fußballtagung. Wien: Werkstatt-Verlag, 160 S.

 

Fußballgeschichte jenseits von Wien - Die Geschichte des österreichischen Fußballs ist gekennzeichnet von einem Spannungsverhältnis zwischen Provinz und der wirtschaftlich und sportlich dominierenden Metropole Wien. Dieser Sammelband legt den Fokus auf die Entwicklung in den Bundesländern und bietet einen Querschnitt über aktuelle Forschungen zur Kulturgeschichte des Fußballsports in Österreich. Themen sind die Gründungs- und Pionierzeit, die Zwischenkriegszeit, Fußball im Nationalsozialismus, Ökonomisierungstendenzen im modernen Fußballsport, soziokulturelle Aspekte sowie Gender- und Identitätsfragen.

Becker, Frank; Schäfer, Ralf (2016). Sport und Nationalsozialismus. Göttingen: Wallstein Verlag, 289 S. (Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus; Band 32)

 

80 Jahre nach den Olympischen Spielen von 1936: neue Perspektiven auf die Bedeutung des Sports im NS-Staat. In der NS-Zeit erlangte der Sport eine Bedeutung wie nie zuvor in der deutschen Geschichte. Diese Entwicklung resultierte nicht nur aus der Sportförderung durch das Regime. Die Akteure der Sportbewegung erkannten im NS-Staat zugleich eine ideale politische Umgebung für viele ihrer Anliegen und verfolgten diese mit besonderer Vehemenz. So trug der Sport wesentlich zur Inszenierung der 'Volksgemeinschaft' bei: Die NS-Massenorganisationen sorgten dafür, dass ein größtmöglicher Teil der Bevölkerung sportlich aktiviert wurde. Die Verantwortung für den Einzelkörper als Teil des 'Volkskörpers', dessen Gesundheit und Leistungsfähigkeit gefördert werden sollten, stellte eine kollektive Zielvorgabe dar. Zudem sollte der 'Volksgenosse' beim Sporttreiben seiner 'Rassenidentität', die sich im Wesentlichen in seiner Körperlichkeit ausdrückte, gewahr werden. Einen Schwerpunkt der Beiträge des Bandes bildet der Bereich 'Arbeit und Freizeit', der in der bisherigen Forschung oft im Schatten der Identifikation von Sportförderung und Wehrertüchtigung gestanden hat. Mit Beiträgen von Nele Maya Fahnenbruck, Rüdiger Hachtmann, Agnes Meisinger und Helen Roche.