Literaturtipps 2019

Anbei möchte ich Ihnen einen kleinen Ausschnitt aktueller österreichischer (bzw. deutschprachiger) Sportliteratur empfehlen. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass dies "nur" eine Auswahl an Publikationen über nationale und internationale Sportthemen sein kann. Die Auswahl, die formale Erfassung sowie die inhaltliche Darstellung erfolgt meistens über www.buchhandel.de.

Dürr, Johannes; Prinz, Martin (2019). Der Weg zurück
Eine Sporterzählung
. Berlin: Insel-Verlag, 350 S.

 

Kurzbeschreibung:
Olympische Winterspiele 2014. Die Nacht vor dem 50-Kilometer-Rennen der Skilangläufer. Kurz vor Mitternacht wird Johannes Dürr mit einer positiven Dopingprobe konfrontiert. Er galt als Anwärter auf eine Medaille. Der Internationale Skiverband sperrte ihn für zwei Jahre, Johannes Dürr wurde strafrechtlich verfolgt, zahlte alle Preisgelder zurück, sein Familienleben zerbrach und der Österreichische Skiverband schloss ihn lebenslang aus.

Seit über vier Jahren sind der Schriftsteller Martin Prinz und der Hochleistungssportler Johannes Dürr gemeinsam unterwegs. Das Ziel: Johannes Dürrs Rückkehr in den Spitzensport. Sie trainierten miteinander, schrieben gemeinsam von den hellen wie dunklen Seiten des Leistungssports und begaben sich beim Versuch, die Rückkehr zur Weltspitze zu schaffen, in ein jahrelanges Abenteuer zwischen Utopie und Wirklichkeit.

Welches Ende Der Weg zurück nehmen würde, war lange Zeit völlig offen. Damit er erfolgreich enden konnte, gründete diese Paarung aus Hochleistungssportler und Schriftsteller im Frühjahr 2018 ein eigenes, unabhängiges Team. Das Budget stellten sie mit einer Crowdfunding-Kampagne auf die Beine – mit dem Ziel eines Starts von Johannes Dürr als Berufstätigem ohne Verbandsunterstützung bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld. Fall und Aufstieg: Die Erzählung eines gelebten Traumes.

Die Geschichte aus der Welt des Hochleistungssports erzählt von den Mechanismen und Motoren unserer Hochleistungsgesellschaft: von Sehnsucht und Depression, von Lust, Getriebenheit, von öffentlichen Rollenbildern, Projektionen, von Sportpolitik, Medien, Heldengläubigkeit und blinder Empörung. Es ist eine Fallgeschichte der Gegenwart selbst.

 

Quelle: thalia.at (Artikeldetail)

Menasse, Peter; Meisinger, Agnes; Juraske. Alexander (2019). Hans Menasse: The Austrian Boy. Ein Leben zwischen Wien, London und Hollywood. Nachwort von Eva, Robert und Tina Menasse. Böhlau Verlag, 176 S. (erscheint Anfang 2019)

 

Kurzbeschreibung
Als Kind aus Österreich vertrieben - als junger Mann ins österreichische Fußball-Nationalteam einberufen. Das Buch zeichnet die gleichermaßen dramatische, wie spannende Lebensgeschichte von Hans Menasse nach. Geboren als Sohn eines jüdischen Vaters 1930 in Wien musste Hans im Alter von acht Jahren mit einem "Kindertransport" vor der Nazi-Verfolgung nach Großbritannien flüchten. Er wuchs dort bei einer Pflegefamilie auf und fand durch den Fußballsport einen Weg zur gesellschaftlichen Integration und Anerkennung. Nach Kriegsende kehrte Hans 1947 zu seinen Eltern nach Wien zurück. Er hatte seine Muttersprache verlernt und musste sich in der ihm fremdgewordenen Stadt wieder zurechtfinden. Was er mitbrachte waren außerordentliche fußballerische Fähigkeiten. Als Spieler des First Vienna Football Club 1894 und der Wiener Austria stieg Hans zum gefeierten Fußballstar auf, 15 Jahre nach seiner Vertreibung debütierte er in der Nationalmannschaft. Parallel zum Sport begann er seine berufliche Karriere. Vier Jahrzehnte lang betreute er als Pressechef eines US-amerikanischen Filmverleihs Hollywood-Stars bei ihren Besuchen in Wien und freundete sich mit vielen von ihnen an. Mit einem Nachwort seiner Kinder, Eva, Robert und Tina Menasse.