Erfahrungen im Sinne einer Aktennotiz

Seit 1989 konnte ich in verschiedenen Einrichtungen des österreichischen Sports wichtige Erfahrungen sammeln und oftmals meiner Leidenschaft im Themenbereich Sportpolitik und Sportförderung, Sportstrukturen, Sportgeschichte sowie Dokumentaion und Öffentlichkeitsarbeit im Sport nachgehen. 

 

Aus verschiedenen Gründen wurde mir aber im Laufe der Zeit bewusst, dass einsereits die Arbeit geschätzt wird, aber zu oft die Versprechen zu keinem positiven Ziel, sprich Planstelle mit Arbeitsplatz, geführt haben. Eine Erfahrun, die möglichweise viele Menschen in Österreich - in anderen Bereichen - gemacht haben.

 

Anbei eine individuelle chronologische (nicht vollständige) Aufzählung und Darstellung, mit dem Hintergrund, dass seit Jahrzehnten in den verschiedenen Ministerien/Einrichtungen/Institutionen nicht immer „Fachkräfte aus Leidenschaft“ - dies gilt wahrscheinlich auch für andere gesellschaftliche Bereiche - erwünscht sind und damit viel Wissen und Erfahrung sowie Möglichkeiten des Diskurses verloren gehen.

 

1989-1999: ÖBH/HSNS/HSZ

 

Ausgangslage: Als GWD und Zeitsoldat Mitarbeiter in der Lehrstabsgruppe Körperausbildung mit Schwerpunkten Schaffung von (Lehr-)Grundlagen für die Lehre sowie Forschung im Bereich der Lehrwarte-und Trainerausbildung, der Körperausbildung im ÖBH sowie der beginnenden Militärsportwissenschaft. Paralleles Zuarbeiten für die Wintersportarten Biathlon und Langlauf.

 

Versprechen/Zusage/Absage: Im Jahre 1998 wurde mir die ab 2000 neugeschaffene Abteilung „Dokumentation“ des neuen Heeres-Sportwissenschaftlichen Dienstes (HSWD) versprochen – machte sogar eine 2-semestrige Ausbildung, privater Informationsaustausch in den Bereichen Dokumentation und Information am IAT in Leipzig - leider wurde dann bis heute ein militärischer Posten daraus; Output bis heute ?

 

2000-2002/2004: BMLV/selbständiges Referat Sport im  Heer

 

Ausgangslage/Versprechen/Zusage/Absage: Zufällig wurde mir dann Ende 1999 eine Dienstzuteilung zum selbständigen Sportreferat Sport im Heer (SiH) angeboten, mit dem dienstlichen Ziel im Laufe des Jahres 2002 die Agenden Sportförderung und Öffentlichkeitsarbeit (spätere Erweiterung um Dokumentation) mit einer Planstelle als Nachfolger zu übernehmen. Dabei änderte sich vorerst mein Dienstverhältnis, von Zeitsoldat auf MZ, mit dem Ziel später den versprochenen VB-Posten anzutreten. Leider wurde SiH im Zuge der ReOrganisation des BMLV nach über 45jährigem Bestehen mit 1. Dezember 2002 aufgelöst (FPÖ), und der Arbeitsplatz in den nachgeordneten Bereich, das HSZ, verlegt. Somit hatte ich nicht nur meine berufliche Bildung hergeschenkt, das „professionelle“ Fußballspielen an den Nagel gehängt, sondern auch keine Planstelle im BMLV. Damit war eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit Sport im Bundesheer wie auch die Tätigkeit des ÖHSV-Generalsekretärs nicht möglich! Zur INFO: bis heute gibt es im BMLV keine eigenen Referenten für Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit „Körperausbildung und Sport im Bundesheer“ (den Umfang sowie die Inhalte können Sie in der aktuellen Informationsbroschüre "Körperausbildung und Sport beim ÖBH" nachlesen)

 

2004-2007: BKA/Staatssekretariat für Sport – HSZ sowie Bewerbung zuständiges Unterrichtsministerium (BMUKK)

 

Ausgangslage: Nach einigen Bewerbungen (u.a. Sektion Sport, ÖFB, ASVÖ) wurde ich mit Jänner 2004 zum Staatssekretariat für Sport im BKA dienstzugeteilt. Mein Arbeitsverhältnis als Referent „Sport und Öffentlichkeitsarbeit“ endete mit Jänner 2007, wodurch ich wieder in das HSZ zurückkehrte.

 

Ausgangslage/Chance/Absage (3): Im Herbst 2007 wurde im damaligen Unterrichtsministerium eine Position im Schulsport ausgeschrieben, die positive Zustimmung der zuständigen Leiter hatte ich: die zuständige Sektionschefin (SPÖ) lehnte mich als Zweitgereihten mit der Begründung „da ich bei Mag. Karl Schweitzer gearbeitet habe“ ab, der Drittgereihte wurde aufgenommen!!!

 

EINSCHUB (2012-2013): In den Jahren 2012 und 2013 bemühte ich mich die Einrichtung des „Österreichischen Dokumentations- und Informationszentrum für Sportwissenschaften (ÖDISP)“ wieder zu beleben und mit einem neuen Konzept wieder in das österreichische Sportgeschehen einzugliedern. Persönliche Schreiben gingen am 29. Februar 2012 an BMLVS/Darabos, BMUKK/Schmied, UNI/Wien/Engl, BSO/Wittmann, BSO/Spindler. Mit Schreiben vom 5. April 2012 wurde mir von Seiten des BMUKK mitgeteilt, dass die freie Planstelle mit Arbeitsplatznummer 102 (Bew. A3/3!!!) und somit die Einrichtung "Österreichisches Dokumentations- und Informationszentrum für Sportwissenschaft (ÖDISP) mit August 2011 (frei seit März 2011) zum Einzug gebracht wurde. Daher auch ein weiterer Versuch am 25. Juni 2013 an BMWF/Töchterle.

 

--> ÖDISP war seit 1963 für die systematische Dokumentation von sportwissenschaftlichen Fachinformationen, und somit für die Vermittlung (sport-)wissenschaftlicher Informationen an die Träger der Theorie und Praxis (wissenschaftliches Personal, Trainer, Lehrwarte, Sportler, Übungsleiter sowie Funktionäre) zuständig. Das ÖDISP hatte somit seit seinem Bestehen eine unterstützende Funktion, eine „Dienstleistungsfunktion“, zur nationalen und internationalen Etablierung sowie Anerkennung der Sportwissenschaft und des österreichischen Sports zu erfüllen.

 

--> Hier stellt sich aus heutiger Sicht folgende Fragen: wer in Österreich hat den Durch- und Überblick über die sportwissenschaftliche Forschung, wie ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISP) im Bonn, wie gelangen sportwissenschaftlich relevante Informationen in SURF - Sport Und Recherche im Fokus - ist das Sportinformationsportal des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) mit vier BISp-Datenbanken und der Suchoberfläche SPOLIT (Literatur), SPOFOR (Projekte), SPOMEDIA (Audiovisuelle Medien), Fachinfoführer Sport (Internetquellen);

 

2017 bis heute: BMLV sowie BMÖDS – Bewerbung Mitarbeit als Referent

 

Ausgangslage: Nach der Tätigkeit beim ÖOC von 2008-2011 Selbständigkeit im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation und Information im Sport (u.a.: externe Mitarbeit ÖJV, ÖBSV, IMSB), Aufbau/Entwicklung verschiedener Lehrtätigkeiten, selbständige Weiterbildung im Bereich Sportpolitik, Sportförderung sowie Sportstrukturen.

 

Ausgangslage/Chancen/Absagen oder keine Zusagen: Da ich im Zeitraum 04/2017 bis 04/2018 als „Verwaltungspraktikant“ im Heeres-Sportwissenschaftlichen Dienst (HSWD) im HSZ arbeitete, ergab sich eine neue Chance, eine Tätigkeit auf einer Planstelle im BMLV, im HSZ (Dokumentation) oder sogar in der Sportsektion des BMÖDS zu bekommen. Wie schon oben erwähnt sind die Funktionen eines Referenten Öffentlichkeitsarbeit sowie Dokumentation bis heute im BMLV oder im zuständigen Sportministerium nicht bedacht und/oder besetzt. Trotz Neuaufstellung der Sportsektion, verschiedener Arbeitsansätze/Initiativen im Zeitraum 2017-2021 (siehe unten) im Sinne der Geschäftseinteilung führten auch diese Zugänge nicht zum angestrebten Ziel!

 

Um mich daher erneut inhaltlich für eine Mitarbeit in verschiedenen Einrichtungen zu bewerben, wurden in den letzten Jahren u.a. folgende Vorschläge der Mitarbeit (tw. mit Kommentar) getätigt:

 

  • Mitarbeit bei der Erstellung eines Sportberichtes der Bundesregierung - nach Jahren ohne Sportbericht, der letzte 2005/2006 erschien 2007, wurde Ende 2021 ein Sportbericht 2020 des zuständigen Sportministeriums dem Nationalrat vorgelegt - aus heutiger Sicht fehlt dem Sportbericht 2020 die umfangreiche Darstellung der Sportförderung der verschiedenen Ministerien;
  • Mitarbeit bei der Erstellung einer Länderanalyse Spitzensport in Österreich - nachdem in Österreich unzählige Einrichtungen für die Bereiche der Spitzensportförderung zuständig sind, wäre solch eine Publikation - ähnlich jener des IAT in Leipzig - für die Entwicklung des Leistungs- und Spitzensport von größter Bedeutung - stellt sich überhaupt die Frage: Wer analysiert in Österreich die nationale Sportförderpolitik im Bereich Leistungs- und Spitzensport?;
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Grundlagen eine elektronischen und physischen Sport- und Olympiamuseums - Österreich als Sportnation? Eine traurige Wahrheit, seit 1948 gibt es in Österreich die oberflächliche Diskussion über ein Sport- und Olympiamuseum, welches heute nur in Ansätzen digital vorhanden ist - den Verein "Österreichisches Olympia- und Sportmuseum" gibt es seit 1975);
  • Mitarbeit bei der sportpolitischen Dokumentation der Bundes- bzw. Landes Sportförderung der Zweiten Republik (wäre eigentlich im Sinne des zuständigen Sportministeriums und/oder der Landessportreferentenkonferenz
  • Mitarbeit in den Bereichen Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit in der Sektion Sport
  • Mitarbeit Öffentlichkeitsarbeit ím Bundesinstitut für Leistungssport (ehemalige IMSB Austria) - bis heute gibt es im LSA keinen Vorstand Sportwissenschaft sowie keinen offiziellen Bereich der Öffentlichkeitsarbeit - es stellt sich außerdem die Frage, was sind die Alleinstellungsmerkmale von LSA, was ist die entscheidende Bedeutung für den österreichischen Spitzensport (im Vergleich zu den bekannten Olympiazentrum - wobei das IMSB mit 1999 als erstes Olympiazentrum ausgezeichnet wurde);
  • Mitarbeit in den Bereichen Dokumentation und Öffentlichkeistarbeit bei den Sportfachverbänden
  • Mitarbeit in den Bereichen Sport-Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit SPORT im BMLV - obwohl Körperausbildung und Sport einer der komplexesten Bereiche im ÖBH darstellt, wird vor allem der Dokumentation kaum Aufmerksamkeit geschenkt;
  • Mitarbeit in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation bei der Bundes-Sport GmbH
  • Mitarbeit in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Archivierung und Dokumentation bei Sport Austria (BSO)
  • Mitarbeit in den Sportreferaten B/NÖ/W in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation und Sportförderung
  • Bewerbung Leitung Abteilung II/1 "Sportstrategie, Sport und Gesellschaft, Sportbericht" in der Sektion II des BMKÖS - trotz jahrelanger Erfahrung und leidenschaflicher Auseinandersetzung mit den Inhalten dieser Abteilung kam es nicht einmal zum Hearing - einer der vielen parteipolitischen Besetzungen im österreichischen Sport!
  • Ein Werkvertrag im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport mit dem Thema "Literatur- und Quellenverzeichnis zum Themenberich Sportpolitik und Sportförderung aus der Sicht des Bundes unter Einbeziehung der Literatur des Bundes sowie sportpolitisch-relevanter Organisationen und Einrichtungen" (extra/inkl. Digitalisierung der Dokumente, abgegeben wurden rund 300 Seiten sowie rund 5.400 Dokumente, Arbeit wird privat weitergeführt), Zeitraum 2020-2022, wurde nach knapp einem Jahr von heute auf morgen, mitten in der Zeit der Pandemie (zusätzlich Pflegefall in der Familie), mit der Begründung "brauchen wir nicht" aufgelöst - dies zur Wertigkeit und großen Wort Solidarität und Zusammenhalt in Österreich.

 

Auch wenn diese Art und Weise der Kommunikation nicht üblich ist, soll sie doch ein paar Leute zum Denken und Nachdenken anregen.

 

ABER aufgegeben wird nicht!!!

 

Schon als Kind/Jugendlicher habe ich gelernt ausdauernd zu sein. Obwohl es mir als Kind/Jugendlicher aus gesundheitlichen Gründen verboten war Sport zu betreiben und vor allem Fußball zu spielen - sogar Strafen gab es im Internat - schaffte ich es über den Nachwuchs der Wiener Austria in die Zweite Bundesliga und konnte sogar 1991 den CUP mit dem SV Stockerau gewinnen...

 

Stand: 31. Juli 2022

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